BonnNetz unterstützt Mitarbeiterin bei WM-Teilnahme

Im Vordergrund ist ein blauer Renn-Canadier, der von Birgit Simon gehalten wird, links steht Niels Knoff, der ein Paddel hält, rechts Manuel von Luckner mit einem Helm. Diesen zieht das BonnNetz-Logo.
Die BonnNetz-Geschäftsführer Niels Knoff (links) und Manuel von Luckner sowie Mitarbeiterin Birgit Simon halten die Ausrüstung für die Wildwasser-WM. (Foto: Stadtwerke Bonn/Martin Magunia)

Wenn Birgit Simon bei der Wildwasser-WM in Bosnien startet, sitzt ihr Arbeitgeber BonnNetz gewissermaßen mit im Boot. Der Bonner Netzbetreiber und die erfahrene Kanutin vereinbarten jetzt erneut eine Kooperation.

Für Simon stand über der Weltmeisterschaft vom 21. bis 24. Mai 2026 in Banja Luka lange ein Fragezeichen. Nach einer enttäuschenden WM 2024 in Spanien und gesundheitlichen Rückschlägen durch eine Lungenentzündung Anfang 2025 stand die sportliche Karriere fast vor dem Aus. Dennoch kämpfte sie sich zurück, absolvierte intensive Trainingsmonate und qualifizierte sich schließlich im Einer- und Zweier-Canadier für den Wettkampf auf dem Fluss Vrbas.

„Die Teilnahme ist für mich schon ein Gewinn“, sagt Birgit Simon, die beim Wassersportverein Blau-Weiß Rheidt trainiert und für Blau-Weiß Bonn startet. „Bei meiner letzten WM habe ich mir selbst zu viel Druck gemacht. Dieses Mal wünsche ich mir, die Rennen zu genießen und die Atmosphäre mitzuerleben.“

Nach dem Job geht‘s aufs Wasser

Die Vorbereitung auf die Saison verlangte der Sportlerin viel ab. Trainiert wurde an Wochenenden und Feiertagen zweimal täglich und werktags nach dem Job. Bei der Stadtwerke-Tochter BonnNetz arbeitet die 45-Jährige im Messstellenbetrieb und kümmert sich um das Zählerwesen im Strombereich.

„Birgit Simon steht für Disziplin und Durchhaltevermögen. Es beeindruckt uns sehr, mit welchem Einsatz sie Familie, Beruf und Leistungssport verbindet“, sagt BonnNetz-Geschäftsführer Manuel von Luckner. Und Mit-Geschäftsführer Niels Knoff ergänzt: „Sportlerinnen wie Frau Simon sind Vorbilder und starke Botschafterinnen für unsere Region. Deshalb beteiligen wir uns gerne erneut an den Kosten für die WM-Teilnahme.“

Neben dem Rückhalt der Kolleginnen und Kollegen ist die Wassersportlerin froh über die Hilfe ihrer Familie. Insbesondere von Ehemann Gregor Simon, selbst ehemaliger Weltmeister im Zweier-Canadier und ihr Trainer. „Aber auch meine Schwester ist unverzichtbarer Teil des Projekts, wenn sie sich während meiner Abwesenheit um meine Jungs kümmert“, sagt die Niederkasselerin dankbar. 

Letztes internationales Rennen

Bereits am 15. Mai ging es für das Nationalteam los in Richtung Bosnien. Hier schließt sich für Simon ein Kreis: Ihr letztes internationales Rennen im Einzel- und Teamwettbewerb mit Partnerin Constanze Feine findet dort statt, wo 2007 alles begann.

Dem Kanusport bleibt sie dennoch erhalten. Künftig gibt Simon ihr Wissen verstärkt an jüngere Sportlerinnen und Sportler als Betreuerin im NRW-Kader weiter. (se)

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