Einfamilienhaus: Einfach zum Ladepunkt

Sie möchten einen Ladepunkt in Ihrem Einfamilienhaus installieren? Wir zeigen Ihnen, welche Unterlagen Sie für die Anmeldung und Genehmigung benötigen.

Anmeldepflichtig: Ladepunkte mit ≤ 12 kVA ohne elektrische Warmwasserbereitung

So funktioniert's

  1. Suche nach einem lizenzierten Elektrofachunternehmen
  2. Prüfung technischer Voraussetzungen in der Immobilie durch die Elektrofachkraft
  3. Aussuchen und Kauf der Wallbox(en)
  4. Anmeldung der Ladeeinrichtung bei uns
  5. Installation der Ladeeinrichtung durch Elektrofachkraft

Genehmigungspflichtig: Ladepunkte ab 3,6 kVA mit elektrischer Warmwasseraufbereitung > als 12 kVA

So funktioniert's

  1. Suche nach einem lizenzierten Elektrofachunternehmen
  2. Prüfung technischer Voraussetzungen in der Immobilie durch die Elektrofachkraft
  3. Aussuchen der Wallbox(en)
  4. Beantragung der Genehmigung bei uns
  5. Erhalt der Genehmigung von uns
  6. Kauf einer steuerbaren Ladeeinrichtung
  7. Installation der Ladeeinrichtung durch Elektrofachkraft
  8. Meldung der Inbetriebnahme durch Elektrofachkraft bei uns

Wichtigster Schritt: Elektrofachunternehmen auswählen

Ohne ein gutes Elektrofachunternehmen geht es nicht. Die Elektrofachkräfte informieren Sie über die technischen Voraussetzungen, klären mit Ihnen die Anschlusssituation in Ihrem Objekt, nehmen ggf. die erforderlichen Anpassungen, Erweiterungen oder Erneuerung der Zähleranlage sowie der Hausinstallation vor und melden die Ladepunkte an. Daher unser Tipp: Wählen Sie das Elektrofachunternehmen sorgfältig aus.

Unser Installateur-Verzeichnis zeigt Ihnen konzessionierte Fachunternehmen:
Unser Installateurverzeichnis Strom

Gesetzliche und sicherheitsrelevante Voraussetzungen

Die Anmeldung oder Genehmigung von Ladepunkten ist streng geregelt. So wollen Bund, Länder und Kommunen sicherstellen, dass das Stromnetz nicht überlastet wird.

 

Diese Unterlagen benötigen wir

Seit dem 1. April 2019 gilt die VDE-AR-N 4100:2019-04: „Anmeldung elektrischer Anlagen und Geräte“. Diese Regelungen bilden die Grundvoraussetzungen für den Anschluss und das Genehmigungsverfahren.

Das Elektrofachunternehmen muss bei Anmeldung bzw. Genehmigungsantrag folgende Unterlagen bei uns einreichen.

In der Übersicht
1. Datenblatt (B.3.): „Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge“ zum Download
2. PDF Anschlussanfrage (früher Versorgeranfrage): Angaben zu vorhanden und geplanten Verbrauchern
3. Falls erforderlich: Auftrag für die Inbetriebnahme eines zusätzlichen Zählers für den Ladepunkt (zum Inbetriebsetzungsportal)
4. Schaltplan: Einpolige Darstellung der gesamten elektrischen Anlage am Netzanschlusspunkt. Ggf. mit Aufteilung der E-Ladepunkte auf die Außenleiter

Melden Sie Ihren Ladepunkt im Netzanschlussportal an.

 

Ab E-Ladepunkt(e) ab 3,6 kVA mit Warmwasseraufbereitung oder größer als 12 kVA
5. Nachrüsten eines Zählplatzes in 3-Punkt-Ausführung zur Unterbringung des Schaltgerätes des Netzbetreibers
6. Anordnung der Last- und Symmetriesteuerung
7. Vorlage des Herstellernachweises zur Einhaltung der Symmetriebedingungen (VDE-AR-N 4100:2019-04, Abs. 5.5.)
8. Konformitätsnachweis zur Lastensteuerung (VDE-AR-N 4100:2019-04, Abs. 10.6.4.)
9. Schaltplan der gesamten elektrischen Anlage inkl. Schaltgerätefeld und Wirkleistungssteuerung

PDF-Download Aderbelegungsplan

Wallbox als Mieter?

Mieter eines Einfamilienhauses können keine Wallbox beantragen. Das muss immer der Hauseigentümer erledigen. Bitte teilen Sie ihm Ihren Wunsch mit.

 

Wichtig zu wissen:

Zähleranlage anpassen
Die Kundenanlage ist durch die Nutzungsänderung an die aktuelle Norm anzupassen. D. h.: Es bedarf entsprechender Kommunikationseinrichtungen, Spannungsabgriff und Funktionsfelder.

In manchen Fällen muss die Zähleranlage erneuert werden. So ist ein Anschluss eines Ladepunktes an einen Zähler, an dem bereits ein Durchlauferhitzer angeschlossen ist, in der Regel nicht möglich. Entweder Sie installieren einen neuen Zähler oder Sie betreiben ein dynamisches Lastenmanagement.

Netzanschluss verstärken
In manchen Fällen reicht die Stromleistung des Netzes nicht aus und muss erhöht werden.

Weitere Informationen erhält das Fachunternehmen nach Stellen der Anschlussanfrage.

Lademanagement nutzen
Alternativ zur Verstärkung des Netzanschlusses kann oft ein Lademanagement eingesetzt werden. Es priorisiert die Verbraucher und verteilt den verfügbaren Strom auf mehrere Fahrzeuge und andere Verbraucher. So verhindert das System eine Überlastung des Stromanschlusses.

Steuerbaren Ladepunkt verwenden
Ab einer Summenanschlussleistung von 12 kVA ist eine sogenannte Wirkleistungssteuerung gesetzlich vorgeschrieben. Bei hoher Netzauslastung kann BonnNetz über diese intelligente Ladestation ein Signal an die Wallbox senden, die daraufhin den aktuellen Ladestrom reduziert oder abschaltet. Damit verhindern wir eine Überlastung des Stromnetzes.

Häufig gestellte Fragen

Alle Ladeeinrichtungen für E-Fahrzeuge ab einer Bemessungsleistungen ≥ 3,6 kVA müssen Sie nach dem beim Netzbetreiber verwendeten Verfahren anmelden.

Nein, nur konzessionierte Elektrofachunternehmen dürfen Ladeeinrichtungen installieren und anmelden.

Leider können wir keine Strom-Netzanschlüsse in eine Garage verlegen.

Für einen Stromanschluss außerhalb des Hauses benötigen Sie eine Zähleranschlusssäule. Diese müssen Sie als Bauherr auf privatem Grund unmittelbar an der Grundstücksgrenze installieren lassen. Das gilt auch für die Stromversorgung von der Zähleranschlusssäule bis in die Garage.

Es ist möglich, über eine dynamische Laststeuerung Wallboxen auch an einem bestehenden Netzanschluss ohne Leistungserhöhung zu betreiben. Sie müssen dabei nachweisen, dass die zugestandene Leistung am Netzanschlusspunkt nicht überschritten wird.

Die Kosten für eine Netzanschlussleistung trägt immer der Eigentümer der Immobilie.

Eine pauschale Kostenaussage zur Netzanschlussverstärkung ist bedauerlicherweise nicht möglich. Die Kosten ergeben sich aus der vorhandenen Verbrauchseinrichtung (wie Nachtspeicherheizung oder elektrische Wärmepumpe). Wir berechnen sie individuell, nachdem Sie die Versorgungsfrage eingereicht haben.

Die Anmeldung einer Ladesäule ist kostenlos. Die Kosten für die Installation besprechen Sie mit ihrem Elektro-Fachbetrieb. Durch eine Nachberechnung des Baukostenzuschusses und ggf. Netzanschlusskosten können unterschiedliche Kosten entstehen. Diese sind abhängig von Ihrer zugestandenen Netzanschlusskapazität, der Dimensionierung des vorhandenen Netzanschlusses und werden Ihnen Fallbezogen mitgeteilt.

In vielen Fällen, ja. Immer wenn die Begrenzung der maximalen Betriebsströme überschritten wird, muss ein zusätzlicher Zähler, ein Wandlermesser im Hausanschlussraum oder eine dynamische Last- und Symmetriesteuerung installiert werden.

Das können wir aus der Ferne nicht sagen. Diese Frage beantwortet Ihnen gerne die von Ihnen beauftragte Elektrofachkraft.

Technisch ist dies möglich. Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr beauftragtes Elektrofachunternehmen.

Bei der Anmeldung von E-Ladepunkten ist der Eigentümer des Netzanschlusses (alle Hauseigentümer bzw. deren gesetzlichen Vertreter) einzubinden, da diese(r) den Maßnahmen zustimmen muss/müssen.

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