Corona-Krise: BonnNetz stellt auf Selbstablesung durch Kunden um

(vom 01.04.2020)

Als Schutzmaßnahme für Kunden und Mitarbeitende während der Coronavirus-Pandemie hat BonnNetz die Ablesung vor Ort vorerst eingestellt. Ab sofort bittet der Messstellenbetreiber Kunden darum, ihn in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen und die Zählerstände selbst abzulesen.

SWB-Kunden, aber auch Kunden anderer Energieversorger, bei denen in Kürze eine Abrechnung ansteht, erhalten ab 30. März 2020 Briefpost mit abtrennbaren Ablesekarten. Sie werden gebeten, ihre aktuellen Zählerstände – ob Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme – auf diesen Ablesekarten zu notieren und entweder per Post oder online an BonnNetz, den lokalen Netzbetreiber, zurückzumelden. Auf den Karten sind die abzulesenden Zähler aufgelistet und eine leicht verständliche, bebilderte Anleitung abgedruckt.

BonnNetz übermittelt alle gemeldeten Zählerstände an die jeweiligen Energieversorger. Der Bonner Netzbetreiber empfiehlt Kunden, die Zählerstände bis zum auf der Karte angegebenen Datum zurückzumelden. Denn geht die Meldung verspätet oder gar nicht ein, werden die Zählerstände auf Grundlage der Vorverbräuche geschätzt.

Selbstablesung derzeit alternativlos
Derzeit sieht BonnNetz keine Alternative zur Selbstablesung. Dies unter anderem deshalb, weil der Abrechnungszeitraum nach gesetzlicher Vorgabe trotz allem 365 Tage nicht überschreiten darf. Zudem führen zum Beispiel spätere Rechnungen zu weniger Abschlagfälligkeitsterminen und dadurch möglicherweise zu deutlich höheren Abschlagsbeträgen.